Nachdem ich die letzten Jahre mit macOS unterwegs war, bei dem das Zusammenspiel mit Docker schon immer eine große Hürde dargestellt hat – eine Hürde, die mit dem Wechsel von x64 zu arm64 eher noch größer geworden ist – war ich nun wieder auf der Suche nach einer Plattform, auf der ich große Projekte ohne Probleme mit Docker betreiben kann, ohne den Code umständlich mit Mutagen zu synchronisieren.
Was die gesamten Tools betrifft, wäre Linux hier klar die Präferenz, aber ich habe auf dem Desktop noch keine Distribution gefunden, deren grafische Oberfläche mir zusagt. Zudem wird zwingend ein E-Mail-Programm benötigt, das gut mit Exchange umgehen kann. Thunderbird mit Plugins bzw. Evolution sind an dieser Stelle einfach zu hässlich – und noch dazu langsam. Die Alternative, die ganze Zeit einen Browsertab mit der Weboberfläche offen zu haben, kommt für mich auch nicht infrage.
Die erste Version von WSL hatte ihre Tücken und war nicht gerade schnell – es sei denn, man half mit den gleichen Tricks wie bei macOS nach, um die Performanceprobleme mit der Dateisynchronisation in den Griff zu bekommen.
WSL 2 ist an dieser Stelle um einiges schneller, vor allem was die Integration von Docker betrifft. Solange sich der Code innerhalb der WSL-Umgebung befindet und nicht vom Hostsystem gemountet wird, ist die Geschwindigkeit nahezu mit einer nativen Linux-Installation vergleichbar. Im Gegensatz zu nativem Linux sind HiDPI-Displays jedoch kein Problem, und mit Outlook steht auch ein ansehnlicher E-Mail-Client zur Verfügung.
Ich kann dieses Setup nur weiterempfehlen. Bisher habe ich nichts vermisst, was nur unter macOS oder nativem Linux möglich gewesen wäre – abgesehen von einem SSH-Agenten, der mir das ständige Eingeben der Passphrase für meine Keys abnimmt.