Angespielt: Need for Speed: Shift

Nach dem Prostreet Debakel schien die Need for Speed Serie dem Untergang geweiht, doch wie EA nun mal ist, muss jede Marke bis zum Ende ausgeschlachtet werden. Deswegen gibt es jetzt Shift. Auch dieser Teil versucht wie Prostreet ein seriöses Rennspiel zu sein und wieder gelingt es nicht.

In Sachen Grafik hat sich immer noch nichts getan, dafür aber bei den Unschärfe-Effekten diese sind mal wieder mehr geworden. Positiv zu erwähnen bleibt die Cockpit-Ansicht, die aber bei „hohen“ Geschwindigkeiten ebenfalls unscharf wird. Das Spiel vermag es keineswegs auch nur ansatzweise den Eindruck von Realismus zu erwecken. Angefangen bei dem fehlenden Geschwindigkeitsgefühl, über unglaubwürdige Fahrphysik, hin zum wie immer nahezu nutzlosen Schadensmodell.

Es mag sein das ich von den Codemasters Titel verwöhnt bin, aber über die Jahre sollte auch EA verstanden haben, das man sowohl Auto als auch Strecke einen Ausritt ins Kiesbett oder einen Aufprall mit 100km/h in die Leitplanke ansehen sollte. Die Entwickler scheinen ebenfalls nicht verstanden zu haben, worum es in einem Rennspiel geht, denn bei Shift verbringt man wegen der extrem kurzen Rennen mehr Zeit in Menüs als auf der Strecke.

Ebenso wenig Motivation bringt das Sterne System, da die Punkte viel zu beliebig für alle möglichen Aktionen vergeben werden und nahezu keinen Anspruch an den Spieler stellen.

Wer also ein gutes Rennspiel will, spielt weiterhin Race Driver GRID oder wartet noch ein paar Tage auf Colin McRae: DiRT 2.

Zu EA kann ich nur sagen, wenn ihr die Need for Speed Serie retten wollt, besinnt euch endlich auf die Wurzeln der Serie. Und damit sind keine getunten Serienwagen gemeint, sondern Nobelkarossen auf interessanten, wenn auch unrealistischen Strecken auf denen man von der Polizei verfolgt wird und ein Schadensmodell das den Namen endlich verdient. Und damit es auch der letzte versteht: Ein Remake von Need for Speed 4 mit heutigem Stand der Technik.

Veröffentlicht von

Thomas Rothe

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