Docker + Windows Subsystem for Linux (WSL)

Bisher musste man, um von der WSL Umgebung auf Docker zuzugreifen, dieses immer doppelt installieren und danach die Environment Variable DOCKER_HOST=tcp://127.0.0.1:2375 setzen.

Was dies betrifft gibt es gute Neuigkeiten.
Mit dem Update auf 1803 kann das WSL unter Windows 10 auch Windows Binaries ausführen.

D.h. Docker muss nicht mehr doppelt installiert werden. Man kann jetzt die Dateien der Windows installation verwenden. Damit dies ohne den Anhang .exe funktioniert, erstellt man am besten Symlinks.

sudo ln -s "/mnt/c/Program Files/Docker/Docker/resources/bin/docker.exe" /usr/local/bin/docker
sudo ln -s "/mnt/c/Program Files/Docker/Docker/resources/bin/docker-compose.exe" /usr/local/bin/docker-compose

Wer Docker an einem anderen Ort installiert hat benutzt einfach which docker.exe und bekommt den richtigen Ordner für den symbolischen Link.

Datenbankfehler nach Update auf HHVM 3.6

Nach dem Update von HHVM auf Version 3.6 konnten meine Seiten nicht mehr auf ihre MySQL Datenbank zugreifen. Ursache des Problems ist, dass bei den Paketen für Ubuntu/Debian  der Socket für die Verbindung zu localhost hart auf „/tmp/mysql.sock“ kodiert ist.

Der richtige Socket wäre aber „/var/run/mysqld/mysqld.sock“. Glücklicherweise gibt es dafür einen Konfigurationsparameter sodass man HHVM  nicht selbst neu kompilieren muss.

Es genügt ein Eintrag in der Datei /etc/hhvm/server.ini

hhvm.mysql.socket = /var/run/mysqld/mysqld.sock

TexLive 2014 unter Ubuntu 14.04

Es gibt derzeit keine Pakete von TexLive 2014 für die aktuelle Ubuntu Version 14.04 diese stehen erst für die nächste Version mit Codenamen Utopic zur Verfügung.
Um die Pakete zu installieren muss man zuerst die Repository URL von Utopic zur /etc/apt/sources.list hinzufügen

deb http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ utopic main universe restricted multiverse

und im Anschluss die benötigten Pakete auf Utopic pinnen. Dies geschieht mit der neuen Datei /etc/apt/preferences.d/texlive mit folgendem Inhalt

Package: context
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: libtext-*
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: dvipng
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: luatex
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: biber
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: libkpathsea6
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: libpoppler46
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: libptexenc1
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: libsynctex1
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: context-*
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: pgf
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: thailatex*
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: tex-*
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: texlive
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900
Package: texlive-*
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: latex-*
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: 900

Package: *
Pin: release n=utopic
Pin-Priority: -10

Der letzte Eintrag sorgt dafür das sonst keine Pakete von Utopic verwendet werden.

Flackerndes Display bei Dell Vostro 3550 unter Ubuntu

Beim Dell Vostro 3550 gibt es unter Ubuntu einen nervigen Bug. In den ersten ca. 10 Minuten nach dem einschalten, schaltet das Notebook ständig zwischen verschiedenen Displayeinstellungen hin und her. Dabei ist es völlig egal wie oft man diese mit XRandR neu setzt. Noch viel nerviger ist dabei, dass die Maus jedes Mal den Fokus verliert.

Das Problem selbst scheint aber nicht nur Ubuntus Unity zu betreffen, sondern z.B. auch Gnome 3 unter Arch.

Dieses von dem User beschriebene Event wird bei mir auch jedes Mal geworfen, wenn sich das Display wieder mal auf zufällige Werte zurücksetzt. Woher es kommt und wodurch es ausgelöst wird, ist nicht feststellbar. Es scheint aber nur dann aufzutreten wenn der Intel Grafikchip verwendet wird und steht in Zusammenhang mit der hybriden Grafiklösung (Intel/AMD).

Die momentane Lösung besteht also darin dem XServer beizubringen, das er dieses Event einfach ignorieren kann. Dazu erzeugt man eine neue Konfiguration in /usr/share/X11/xorg.conf.d damit diese unabhängig von einer evtl. vorhandenen /etc/X11/xorg.conf verwendet wird.

Diese Datei (10-flickering-fix.conf) enthält folgenden Inhalt:

Section "InputClass"
        Identifier "unknown device that causes display flicker"
        MatchDevicePath "/dev/input/event7"
        Option  "Ignore" "on"
EndSection

Dazu erstellt man ein Script das bei jedem Start ausgeführt wird und den entsprechenden „Video Bus“ deaktiviert.

Das Script 40custom-vostro-fix liegt in /etc/X11/Xsession.d und enthält nur eine Zeile.

xinput disable 8

Howto: Administrative Freigaben unter Windows 7 mit Heimnetzgruppe

Der Zugriff auf administrative Freigaben wie C$ bereitet unter Windows 7 wie schon unter Vista so einige Probleme.
Zu aller erst muss der schon von Vista bekannte Registry Schlüssen gesetzt werden „HKEY_LOCAL_MACHINE/SOFTWARE/Microsoft/Windows/CurrentVersion/Policies/System/LocalAccountTokenFilterPolicy = DWORD:0x1“.

Das nächste Problem entsteht durch die vorhandene Heimnetzgruppe in der man auf anderen Rechnern automatisch als HomeGroupUser$ angemeldet wird. Da man sich pro Rechner nur mit einen Benutzer gleichzeitig anmelden kann, erscheint auch bei Eingabe des richtigen Nutzers samt Kennwort immer Zugriff verweigert.

Abhilfe schafft hier die Einstellung: „Benutzerkonten und Kennwörter zum Herstellen von Verbindungen mit anderen Computern verwenden“ in den erweiterten Freigabeeinstellungen. Für Leute die ihr Benutzerkonto nicht mit einer Live-ID verknüpft haben sollte das ganze nach einen Neustart funktionieren.

Wer dies allerdings getan hab wird sehen das es auf dem anderen Rechner immer mit seiner Live-ID angemeldet wird statt mit seinem echten Nutzernamen. Dieses Problem lässt sich nur lösen indem man die Verknüpfung von Live-ID und Nutzerkonto wieder löst.

Sperrliste für ankommende Anrufe

Heutzutage wird man so oft mit unerwünschten Werbeanrufen terrorisiert, dass es notwendig ist eine Sperrliste in der Telefonanlage einzurichten, die die Anrufe bestimmter Nummern gar nicht erst durchlässt.

Hier mal ein paar Nummer die auf jede Sperrliste gehören:

  • 01805106699
  • 01805135015
  • 01805313132
  • 0180556844750
  • 01805636546
  • 0180577999704
  • 01805886022
  • 018058844083
  • 01805869000
  • 01805906680
  • 01808052627

selbe Nummern mit Vorwahl 091805 oder auch ohne die führende 0

    • 001377270037
    • 0016048712799
    • 00311377270037
    • 0033253465700
    • 0041435006115
    • 004369917825661
    • 008003301000 (ein ganz dreister eine 0 weniger ist die Hotline der Deutschen Telekom)
    • 015227539376
    • 015772857417
    • 01736717505
    • 02012018245
    • 021117161222
    • 021124865423
    • 021138838899
    • 021154217444
    • 02119933142
    • 02137922109
    • 021514798631
    • 0216156700
    • 021663995309
    • 02217021520
    • 022129199085
    • 022156799310
    • 0221997608527
    • 0222311213101
    • 025639089079
    • 0301001200 betrifft mehrere Anschlüsse (03010012007, 03010012008, 03010012009)
    • 03020164004
    • 03022678072
    • 0302430163
    • 03051300963
    • 03065874562
    • 032223321806
    • 032223327812
    • 032223326056
    • 032222203123
    • 032223321637
    • 03362880047
    • 0347563240
    • 03814405982
    • 038347711967
    • –Nummer auf Grund „Bitte“ des Betreibers entfernt–
    • 04042236179
    • 05316094960
    • 059718018178 betrifft mehrere Anschlüsse (0597180181781, 0597180181782, usw.)
    • 0665491740
    • 06925052005
    • 06943167013
    • 06963850922
    • 0800123005538

Update: An die Firmen die ihre Nummern nicht hier sehen möchten: Ich freue mich über jede E-Mail in der der passende Firmenname samt Anschrift zu einer Rufnummer steht. So meldet sich das ganze wesentlich einfacher bei der Bundesnetzagentur.

Howto: Fritz!Box 7270 DNS-Server ändern

Passend zum neuen Zensur Gesetz der Bundesregierung hier eine Anleitung wie man bei der Fritz!Box einen beliebigen freien DNS Server einstellen kann.

Hinweise:

  • AVM übernimmt keinerlei Support für eine Fritz!Box mit veränderter Firmware
  • Ich übernehme keinerlei Haftung für Schäden die durch modifizieren der Firmware entstehen
  • Die Konfiguration sollte vor Beginn der Modifikation gesichert werden, da diese bei Fehlern zurück gesetzt wird
  • diese Anleitung dient nicht dazu jemanden zu unterstützen sich illegal Zugang zu „gesperrten“ Seiten zu verschaffen, sondern soll lediglich die Nutzlosigkeit einer DNS Sperre demonstrieren

Die Schritte:

  1. Einen neuen DNS Server aussuchen
  2. Telnet Zugang für die Fritz!Box aktivieren
  3. Verbinden
  4. Konfigurationsdatei bearbeiten
  5. Neustarten
  6. Telnet Zugang für die Fritz!Box deaktivieren

Einen neuen DNS Server aussuchen

Zu aller erste brauchen wir erst mal einen neunen DNS Server. Ich verwende in diesem Beispiel OpenDNS. Man könnte aber auch jeden beliebigen z.B. aus der Liste des CCC verwenden.

Telnet Zugang für die Fritz!Box aktivieren

Um den Telnet Zugang für die Fritz!Box zu aktivieren wählen man auf einem angeschlossen Telefon „#96*7*“ . Es ertönt ein kurzer Signalton, ab jetzt ist der Telnet-Zugang aktiviert.

Verbinden

Wenn das Betriebsystem ein Telnet Kommando zur Verfügung stellt, kann man dieses verwenden, falls nicht kann man zum verbinden auch Putty verwenden.

Man verbindet sich also also über „telnet fritz.box“. Bei erfolgreicher Verbindung fordert einen die Box zur Eingabe des Passworts für das Webinterface auf.

telnet fritz.box

Konfigurationsdatei bearbeiten

Nach erfolgreichem Verbinden befindet man in der Konsole des auf der Fritz!Box laufenden Systems BusyBox.
zunächst navigiert man mit „cd /var/flash“ in das Firmware-Verzeichnis. Als nächstes öffnet man mit den Editor die Konfigurationsdatei „nvi ar7.cfg“.

cd /var/flash
nvi ar7.cfg

Hinweis: Bei dem Editor handelt es sich um VI dessen Bedienung ist nicht ganz einfach.

In der Datei sucht man die Zeile „overwrite_dns1 = 0.0.0.0;“ bzw. „overwrite_dns2 = 0.0.0.0;“.  Diesen Zeilen werden jetzt durch die OpenDNS Server ersetzt.

overwrite_dns1 = 0.0.0.0;
overwrite_dns2 = 0.0.0.0;

ersetzen durch:
overwrite_dns1 = 208.67.222.222;
overwrite_dns2 = 208.67.220.220;

Hinweis: Die Einträge kommen in der Datei 2 mal vor, es müssen beide ersetzt werden.

Jetzt kann man die Datei abspeichern und den Editor verlassen.

Neustarten

Die Fritz!Box kann man durch Eingabe von „reboot“ neustarten. Nach erfolgreichem Neustart wird der neue DNS Server verwendet. Falls man einen Fehler gemacht hat und die Konfigurationsdatei fehlerhaft ist wird die Box automatisch auf Werkseinstellungen zurück gesetzt.

reboot

Telnet Zugang für die Fritz!Box deaktivieren

Durch wählen von „#96*8*“ wird der Telnet-Zugang wieder deaktiviert.